Karfreitag, 07.04.2023
Sylt – wir kommen. Pünktlich um 6:15 starten wir die diesjährige Saison. Ab auf die Insel, ab nach Westerland…
Der Bulli ist gepackt, Räder sind drauf, Hunde sind drin. Alles da. Ja, Petra natürlich auch… Tatsächlich fahren wir recht früh los, Osterwochenende steht an und wir haben keine Lust, zu spät in Niebüll anzukommen, der blaue Autozug wartet nicht. Die Hunde sind richtig entspannt in ihrem neuen, riesengroßen Fahrradanhänger. Die Fahrt verläuft ruhig, keine Staus, kaum Autos unterwegs. So gehört sich das an einem Karfreitag um diese Uhrzeit. Unterwegs eine kleine Pinkelpause. Wir erreichen Niebüll gegen 8:50, 2 Stunden vor der eigentlichen Uhrzeit. Macht aber nix, wir dürfen kostenfrei einen Zug eher nehmen, also eine Stunde mehr Zeit auf Sylt. Hehe… Unser Bulligewicht kommt auch so grade hin: 2955 kG. Geht doch…
Einchecken am Campingplatz ist unkompliziert. Aber vorher gehen wir mit den Wauzies noch auf eine Gassirunde gegenüber des Platzes in einem wunderschönen kleinen Tannenwald, die Hunde fühlen sich, so wie wir, direkt „pudelwohl“.
Zum ersten Mal bauen wir das Vorzelt mit Anbau auf. Das bringt uns so richtig Platz, für die Hunde, aber auch für den Fahrradanhänger.
Torsten und Sabine wollen auch einen Zug eher nehmen, müssten aber EUR 40.- Aufpreis zahlen. Was ein Wucher. Sie warten dann lieber… Hätten wir auch gemacht.
Patrizia und Adam, Freunde von Torsten und Sabine, haben natürlich ihre Tochter Marta dabei, ein Jahr alt. Echt süß.
Die Osteria auf dem Platz hatte leider kurzfristig keinen Platz für uns. Also haben wir dort Pizza bestellt und am Bulli gegessen, dazu ein Bier, danach ein Uerdinger. Geht doch. Der Abend klingt mit viel Alkohol aus. Und, wie es sich gehört kommt die Nachtwächterin gegen 22:15 und ermahnt uns, nicht so laut zu sein. Klasse, wie in alten Zeiten…
Karsamstag, 08.04.2023
Geschlafen wurde bis 8:30 (kein Schreibfehler), die Hunde wurde im Wald abgeleint und durften erst mal rumtoben. Auf dem Rückweg holen wir dann Brötchen im Tante-Emma-Laden auf dem Platz. Günstig und lecker.
Anschließend fahren Petra und ich nach Westerland, stellen unsere Räder am Hotel Miramar ab und schlendern über die Friedrichstr. Es kommen etliche Erinnerungen hoch. Wir stellen fest, so viel toller (wenn überhaupt) als Norderney ist es hier auch nicht, gefällt uns aber natürlich trotzdem. Den Edeka kaufen wir leer, schließlich soll abends gegrillt werden.
Der MSV Duisburg enttäuscht auf ganzer Linie. Beim 0:5 gegen BVB II machen Torsten und ich den Laptop aus.
Ostersonntag, 09.04.2023
Monti beendet die Nacht um 5:30, kotzt erst mal in den Bulli, flüchtet aus dem Vorzelt, bellt durch die Gegend und macht einen Riesenhaufen vor einem der festen Bungalows. Na toll. Die Nacht ist für ihn und Holger gelaufen.
Morgens ist im Cafe Extrablatt für uns ein Tisch reserviert zum Brunch. Lecker und viel. Freunde und auch die Eltern von Patrizia und Adam sind auch dabei.
Später brechen Sabine, Petra, Torsten und Holger auf Richtung Hörnum. Petra war, wie so viele Hamburger Schulkinder, in der 5./6. Klasse in Puan Klent, ein Hamburger Jugenderholungsheim zwischen Rantum und Hörnum. Tatsächlich finden wir dieses und Petra erkennt es auch wieder. Erinnerungen kommen hoch. Die Fahrt weiter nach Hörnum ist unspektakulär. Nachdem wir am Strand die Hunde loslassen und direkt angepfiffen werden, starten wir die Rückfahrt. Genau bis zu einem kleinen Restaurant/Bar am Strand und lassen es uns dort schmecken. Die restliche Rückfahrt ist nichts für Vegatarier, da wir gefühlt durch einen Fliegenschwarm nach dem anderen hindurchfahren. Widerlich. Aber der neue Hundeanhänger bewährt sich, lässt sich klasse ziehen.
Ostermontag, 10.04.2023
Nach Gassirunde, Frühstück und reichlich Kaffee fahren wir los Richtung Kampen, nicht ohne in Wenningstedt am Hundestrand die Hunde toben zu lassen. In Kampen angekommen fahren wir zur „Kupferkanne“, dort, wo Holger schon Anfang der 80er Jahre gerne mal ein Bierchen genommen hat. Uns wird ein lauschiger Platz im Garten zugewiesen, das Bier schmeckt. Petra nimmt zur Erinnerung ihr Glas mit…
Abends grillen wir mit Sabine und Torsten, in aller Ruhe. Und dann kommt der Regen und mit ihm der starke Wind. In einer konzertierten Aktion mussten wir Torstens Pavillon abbauen, damit dieser nicht fliegen geht. Wir machen unser Vorzelt noch sturmsicherer und setzen uns dann mit Bier und Uerdinger dorthin. Später kommt noch Adam mit ner Pulle Bommerlunder vorbei. Das Vorzelt hat gehalten. Die Nacht war stürmisch und somit etwas unruhig.
Dienstag, 11.04.2023
Nach dem Strandbesuch, bei dem Lissi & Monti mal wierder so richtig toben können, fahren wir mit dem Rad nach Westerland, parken am Hotel Miramar und schlendern die Friedrichstrasse runter.
Die Hunde verhalten sich vorbildlich, kein anderer Hund wird lautstark niedergemacht. Holger bekommt bei H.B.Jensen eine hellblaue Fliesjacke, Petra traut sich nicht an die orange Mütze heran. Sabine und Torsten melden sich. Sie sind zu Fuß am Strand nach Westerland gelaufen. Zeit für einen Cappuccino im Cafe Extrablatt, den Torsten ausgibt.
Bei Pet Shop Boyz erhalten Lissi & Monti ein neues Geschirr. Für die Hundeleinen dort können wir uns nicht entscheiden.
Abends gehen wir in Reiners Osteria am Platz und lassen es und gut gehen. Lasagne und eine vegetarische Pizza in Verbindung mit einem Bier und Bionade schmecken gut, auch, wenn die Lasagne schon etwas schärfer hätte sein dürfen.
Danach das übliche Bierchen / Schnäpschen in unserem Vorzelt. 22:30 ist Zapfenstreich.
Nachts kommt wieder Wind auf und wir entschließen uns, das Hochdach wieder einzufahren.
Mittwoch, 12.04.2023
Eine erste Runde durchs Wäldchen muss den Hunden erst mal genügen. Gegen 12:00 geht’s dann in die Osteria, wo Marta’s 1. Geburtstag gefeiert wird. Es gibt leckeren Erdbeerkuchen, Kaffee, ein/zwei Bierchen…
Der restliche Tag ist mehr oder weniger verregnet.
Donnerstag, 13.04.2023
Heute gestaltet sich das Wetter deutlich besser als vorhergesagt. Natürlich fahren wir nach Westerland, gehen bummeln. Und das Geschirr von Lissi umtauschen, ist doch eine Nummer zu groß.
Abends gehen wir in der Osteria auf dem Platz mit Sabine, Torsten, Patrizia, Adam, Marta, Sina und Uwe essen. Petras Pizza ist ok, meine Lasagne grundsätzlich auch, aber etwas langweilig gewürzt.
Freitag, 14.04.2023
Wir fahren knapp 10 km mit dem Radl zur Sansibar zwischen Rantum und Hörnum. Was ein Ameisenhaufen! Kreischende Kinder auf dem Spielplatz, Eltern, die anstehen, um einen Sitzplatz zu bekommen, die Stege zum Meer werden als Sitzplatz missbraucht. Gefühlt hat dort jeder einen Aperol Spritz in der Hand. Sehen und gesehen werden. Halt typisch Sylt. Wir aber gehen dort am Strand spazieren. Sensationell. Weitläufig und ohne die kreischenden Kinder.
Wieder zurück am Platz bauen wir ab und verstauen Schränke, Stühle und das Vorzelt auf den Vordersitzen.
Abends geht’s nochmal nach Westerland. Döner essen. Der war nicht schlecht, aber auch nicht spektakulär. Danach einen Uerdinger in Torstens Bulli auf den 100. Geburtstag seines Vaters.
Samstag, 15.04.2023
Gegen 9:00 verlassen wir den Platz, um kurz danach am blauen Autozug in der Schlange zu stehen. Diesmal werden wir nicht gewogen… Pünktlich geht’s los gegen 10:15.
Sabine und Torsten haben Pech. Sie wollen eigentlich 1 Stunde nach uns fahren, allerdings ist deren Lok defekt. Bis eine neue Lok ranrauscht, haben Sie eine Verspätung von 1 Stunde.
Unsere Rückfahrt führt uns in Itzehoe vorbei. Beim Antikhandel Vehrs ergattern wir ein Bücherregal zum „Schnapperpreis“, wie immer dort wird es teuer. Macht nix. Schönes Regal.
Gegen 16:00 endet unser Sylttrip unter unserem Carport.
Fazit: Eine trotz des kühlen Wetters schöne Woche geht zu Ende. Wir haben Sylt nicht als sooo spektakulär empfunden, wie wir gedacht haben. Egal, vielleicht kommen wir wieder…
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