Blog von Holger & Petra

  • Bulli-Tour 23.05 – 25.05.2025 Mülheim an der Ruhr

    Anlässlich des diesjährigen Endspiels im Niederrheinpokal zwischen dem MSV Duisburg und dem „geliebten“ Nachbarn aus Essen kann Holger nicht nur Petra, sondern mit Sabine & Torsten sowie Ulli & Ulfi 2 weitere Pärchen überzeugen, in Mülheim Station zu machen. Man trifft sich freitags in Mülheim a.d. Ruhr auf dem Campingplatz „Staader Loch“.

    Freitag, 23.05.2025

    Auf der Anreise machen wir mal wieder Rast auf unserem „Lieblingsrastplatz“ Sandrup-West. Da gehen wir gerne mit den Hunden „hinten raus“, damit diese auf ihre Kosten kommen. Bei dieser Gassirunde überrascht uns tatsächlich ein kurzer Wolkenbruch. Selbst die Hunde suchen Schutz unter den Bäumen, so regnet es.

    Auf dem restlichen Weg zum Campingplatz wird der Scheibenwischer ausgeschaltet. Kurz nach uns kommen auch Sabine & Torsten an.

    Holger baut Bulli inkl. Markise und den Seitenteilen auf.

    Petra geht derweil mit den Hunden auf den gegenüberliegenden Deich. Plötzlich steht Monti neben dem Bulli. Häh. Wo ist Petra mit Lissi? Ah, Monti ist Petra abgehauen und über die Straße gerannt. Er wollte halt Holger beim Aufbau helfen. Das hätte böse enden können.

    Ulli & Ulfi erreichen uns erst abends gegen 22:00.

    Samstag, 24.05.2025

    Highlight des Wochenendes sollte natürlich das Endspiel um den Niederrheinpokal zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiß Essen werden.

    Die Männer starten ihre ca. 14km lange Fahrradtour zum Stadion und kommen sogar trocken an. Für das Spiel hat Holger Karten auf der Haupttribüne besorgt.

    Um die Sache kurz zu machen: Tiefpunkt des Spiels war nicht einmal die Niederlage, sondern der medizinische Notfall, bei dem ein MSV-Fan auf der Tribüne stirbt. Während der dortigen Behandlung stellen leider nur die Duisburger den Support ein, die Essener machen trotz der Kenntnis, dass ein Mensch um sein Leben ringt, einfach weiter. Essen halt…

    Auf dem Rückweg zum Staader Loch kommen wir nicht weit. Es regnet stark und die erste Pizzeria ist unsere.

    Irgendwann kommen wir kletschnass an. Was für ein Tag…

    Sonntag, 25.05.2025

    Der Tross setzt sich nach dem Frühstück in Bewegung. Die Rückfahrt nach Hamburg bzw. Duisburg ist problemlos.

    Fazit: Vom Fussball, und seinen Randerscheinungen, abgesehen, ein tolles Wochenende

  • Bulli-Tour 01.10. – 07.10.2024 Prag

    Mit Sabine & Torsten sind wir in Prag verabredet. Torstens Geburtstag am 03. Oktober soll gebührend gefeiert werden.

    Dienstag, 01.10.2024

    Wir starten morgens gegen 6:00. Die ersten gut 200km verlaufen ohne Probleme. Eine erste Pause legen wir am Sportplatz in Rieseberg ein und gehen in dem Gebiet dahinter mit den Hunden ihre verdiente Runde. Dort stehen wir abseits des Ortes. Man könnte hier vielleicht auch mal übernachten…

    Die weitere Fahrt führt uns nach Pirna. Wir stehen im Schloßgarten auf einem Stellplatz. Sehr angenehm, ist doch ein modernes Sanitärgebäude mit Toiletten und Duschen vorhanden.

    Vom Stellplatz geht es am Schloßcafe vorbei über Treppen runter in den Ort.

    Es empfangen uns nette kleine Läden mit lustigen Sprüchen an den Fenstern. Ein Eis und ein Döner dürfen nicht fehlen. Morgen geht’s nach Dresden…

    Mittwoch, 02.10.2024

    Mit Bus und Tram erreichen wir Dresden. Die Carolabrücke, die etwa 3 Wochen vorher eingestürzt ist, liegt immer noch trostlos im Wasser.

    Direkt neben der Frauenkirche bekommen wir ein leckeres Bierchen im Bistro des Hiltons.

    Natürlich können wir an einem Tag nicht Dresden vollständig erkunden, aber wir wollen wiederkommen. Die Rückfahrt bis „Endstation Pirna“ ist entspannt.

    Donnerstag, 03.10.2024

    Morgens geht es weiter nach Prag. Wir finden den gebuchten Campingplatz „Autocamp Dana“ sofort. Dies ist ein richtig süßer, kleiner Platz mit ca. 20 Stellplätzen. Wir fühlen uns sofort wohl.

    Die Moldau fließt  nur wenige Gehminuten entfernt, die Hunde genießen den „Freilauf“.

    Kaum sind Vorzelt und weiteres Equipment aufgebaut, kommen gegen 14:30 auch schon Sabine & Torsten.

    Die Tramhaltestelle der Linie 17 ist in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz. Prag soll ja für sein tolles Essen bekannt sein. Leider stellen wir das nicht fest: Petra bekommt trockenen Rinderbraten und Holger 3 „Köttel“ Goulasch mit in Sauce ertränkten Kloßscheiben. Vielleicht haben wir auch nur Pech gehabt. Sabine und Torsten waren soweit zufrieden.

    Freitag, 04.10.2024

    Mit der Linie 17 fahren wir wieder in die Stadt, bis Haltestelle M… Von dort geht es bergauf in den Park Letná und dem dortigen Metronom mit phantastischer Aussicht auf die Prager Altstadt. Sogar die Hunde können frei rumlaufen.

    Weiter geht’s zur Burg und der Kathedrale.

    Hunger macht sich breit. Wir „irren“ durch Prag, bis wir nach 2 Stunden ein (wie sich nachher rausstellte) drittklassiges Restaurant gefunden haben. Holgers Carbonara war kletschig, an Petras Lasagne konnte man soviel nicht verkehrt machen.

    Der sich drehende Kopf Frank Kafkas darf nicht fehlen, ebenso nicht der Besuch im Hardrock Cafe mit der gigantischen Lichtgitarre. Leider dürfen die Hunde nicht rein. Die Rathausuhr ist ein technisches und optisches Meisterwerk.

    Samstag, 05.10.2024

    Es ist der einzige Tag mit leichten Schauern. Wir lassen es, nach dem anstrengenden Tag gestern, etwas ruhiger angehen.

    In einem kleinen Restaurant finden wir endlich mal ein „OK“- Niveau, hören währenddessen über ZebraFM vom Spiel MSV Duisburg – SV Rödinghausen und dem Siegtreffer der Duisburger in der Nachspielzeit. Da schmeckt der anschließende Grappa direkt richtig gut.

    Petra & Holger verlängern um einen Tag. Wenn man schon mal da ist…

    Sonntag, 06.10.2024

    Sabine & Torsten starten früh gegen 9:00 Richtung Heimat. Wir steigen morgens in die Linien 17 und 12 und fahren bis zum Laurenziberg. Petra würde gerne den „kleinen“ Eiffelturm sehen.

    Oben angekommen, sparen wir uns die Besteigung des Turms. 299 Stufen, puh… Nee danke. Außerdem eine lange Schlange vor dem Eingang, vor der Treppe, als auch vor dem Aufzug.  Und Hunde sind auch nicht willkommen.

    Zurück in die Prager Innenstadt geht es über eine Treppenanlage vorbei an der Deutschen Botschaft (die mit dem „Genscherbalkon“).

    Angekommen auf dem Campingplatz bauen wir schon mal in Ruhe das Vorzelt ab.

    Montag, 07.10.2024

    Wir starten morgens gegen 9:00, halten in Pirna bei Penny und besorgen uns erstmal ein „Frühstück“.

    Die weitere Rückfahrt geht dann (wir hören ja aufs Navi) über Berlin ohne Probleme. Ankunft in Hamburg gegen 17:00

    Ganz wichtig: Wir beschließen, wohin es 2025 gehen soll: Südfrankreich

    Fazit: Eine schöne Woche geht schnell zu Ende. Prag ist immer eine Reise wert.

  • Bulli-Tour 19.07. – 22.07.2024 St. Peter-Ording

    Wir haben Glück. Petra ist dem Wunsch einer Kollegin nachgekommen und hatte deren Wochenenddienst übernommen. Dadurch haben wir dieses Wochenende frei. Und es ist schönes Wetter angekündigt. Und wir wollten schon länger nach SPO. Und: Es ist ein Plätzchen auf dem Rosen-Camp für uns frei. Also: Ab an die Nordsee…

    Freitag, 19.07.2024

    Da Petra erst um 15:00 von der „Schicht“ im UKE zuhause ist, kommen wir erst gegen 15:40 los. Oha. Feierabend- und Wochenendverkehr und quer durch Hamburg zur Nordseeautobahn. Also versuchen wir, über Norderstedt auszuweichen. Geht eigentlich ganz gut, auch, wenn Holger sich ein wenig mit der A7 und A23 vertan hat. Aber, kurz nach 18:00 haben wir es geschafft und werden umgehend vom Platzwart eingewiesen. Schnell aufbauen und dann: Ab auf die Räder, ab ins Örtchen.

    Hier stellt sich heraus, dass SPO aus 3 Teilen besteht: Peter Dorf, Peter Bad und Ording. Wir finden so auf die Schnelle keinen Döner-Mann, haben sowieso nur ein Fahrradschloss und keinen Schlüssel dabei. Zumindest gewinnen wir einen Eindruck. Peter Dorf ist urgemütlich, Fahrradwege sind sensationell (es gibt sogar richtige Fahrradstraßen).

    Am Campingplatz wieder angekommen gibt es die obligatorische Suppe (siehe auch Bullitour vom 17.04.2022) , die Petra mit tausenden Würstchen schmackhaft macht. Aber diesmal gibt es Linsen-, nicht Gulaschsuppe. Ein Abendspaziergang am Deich lässt den Tag ausklingen.

    Samstag, 20.07.2024

    Morgens gegen 6:00 geht Holger erstmal mit den Hunden am Deich spazieren, bis zum Böhler Leuchtturm. Ein etwas anderer Leuchtturm, mal nicht in rot-weiß, sondern geklinkert.

    Auf dem Weg dorthin trifft er einen Drohnenpiloten, der seine DJI Mavic-Drohne in ca. 2,2km Entfernung steuert. Er zeigt auf dem Display die Bilder. Richtig klasse. Haben will.

    Nach dem ersten Kaffee (Petra hat sich dann auch erbarmt aufzustehen) ist die Tagesplanung schnell gemacht: Auf mit dem Radl nach Ording an den Hundestrand. Auf diesen Fahrradwegen (man kann es nur wiederholen) macht das Radfahren mal so richtig Spaß, mindestens so wie in Holland). Wir schließen die Räder an, und laufen zum Hundestrand, und laufen und laufen. Vorbei am Strandparken der vielen Autos, die direkt am Wasser stehen wollen, vorbei am FKK-Strand bis hinten der Hundestrand auftaucht.

    Mann, das zieht sich. Für den langen Fußweg werden wir mit einem nur ganz leicht abfallenden Strand belohnt, die Hunde haben ihren Spaß mit Petras Schlappen (den Hunde-Leuchtturn haben wir leider vergessen). Der Rückweg ist genauso lang, aber es hat sich gelohnt. Zurück auf dem Rad statten wir der Seebrücke in Peter Bad einen Besuch ab und gehen über diese 1000 (!!!) Meter über Holzbohlen an den Strand. Latsch, latsch, die Heide blüht.

    Wieder zurück am Rad gibt’s für Holger ein Matjes-Brötchen bei Gosch. Währenddessen fällt auf, dass der Vorplatz der Seebrücke videoüberwacht ist. Über Lautsprecher bekommen die „Sünder“ ihre Sünden angesagt: „Bitte hier nicht Fahrradfahren“, „Bitte hier keine freien Oberkörper“. Big brother is watching you..

    Wir schieben unsere Räder durch Peter Bad, nette Geschäfte, Freßmeile, halt touristisch erschlossen. Richtig schön und gemütlich gemacht.

    Am Campingplatz erwartet uns der Rest Linsensuppe und Käse und Salami. Auch spät abends sind es noch über 20°C. Die Dusche hilft…

    Sonntag, 21.07.2024

    Diesmal geht Holger erst um 7:00 mit den Hunden. Zunächst will Lissi zwar nicht so wirklich, erbarmt sich aber dann doch mitzugehen.

    Der gestrige Tag war doch sehr anstrengend, für Mensch & Hund. Daher beschließen wir, uns den Südstrand (ja quasi direkt an unserem Campingplatz) anzusehen. Auch dort ist Strandparken möglich. Wir fahren mit den Rädern über einen geteerten Radweg und später dann über Holzbohlen zum Strand.

    Auch vom Radparkplatz sind es noch gut und gerne 600-700 Meter zum Strand. Die Hunde zeigen sich von ihrer besten Seite, haben viel Spaß im Wasser und wir werden gottlob nicht vom Ordnungsamt erwischt. Je freilaufenden Hund hätte es EUR 50.- gekostet, wie uns zwei Mitarbeiter der DLRG vorwarnen.

    Mittags fahren wir nach Peter Bad, Holger bekommt eine neue Badehose, wir essen dort eine leckere Pizza, holen im EDEKA Nachschub an Alsterwasser und Bier (alles alkfrei) und fahren zurück zum Campingplatz.

    Für den restlichen Tag sind Regen und Gewitter angesagt und so packen wir erste Sachen ein. Wir bekommen zwar erst in der Nacht etwas Regen, haben aber Glück. Die Gewitterzelle zog zwischen Hamburg und SPO durch, genau über Quickborn. Dort war landunter mit über 64 Litern Regen in einer Stunde auf den Quadratmeter. Glück gehabt.

    Montag, 22.07.2024

    Eigentlich wollen wir zum Abschluss nach Ording zum Strandparken, natürlich mit gepacktem Bulli. Leider lässt das Wetter dies nicht zu. Und so entschließen wir uns, die Heimreise anzutreten. Schade. Was soll’s? Gegen 12:00 sind wir wieder in Hamburg. Die Hunde sind total fertig und schlafen den Rest des Tages.

    Fazit: Sorry SPO, das war so toll, Ihr werdet uns wiedersehen. Wir fangen an, die Nordsee an den Stellen, wo kein Wattenmeer ist, zu lieben…

  • Bulli-Tour 04.05. – 10.05.2024 Maas-Weser-Tour

    Samstag, 04.05.2024

    Wir starten gegen 7:00 zur „hinteren Müllerunde“, damit die Hunde ihr morgendliches Geschäft machen können. Anschließend geht es sofort in Stapelfeld auf die Autobahn Richtung Gennep (Holland). Die etwas mehr als 400 km schaffen wir ohne Probleme.

    Zwischendurch haben die Hunde in Holdorf (Abfahrt rechts und nach 1km rechts in die Feldstr.) Gelegenheit, sich zu erleichtern.

    In Gennep angekommen, werden im „Jumbo“ Heineken und Vla (für alle NICHT-HOLLAND-Fans: Vla ist Vanille- bzw. Schoko-Pudding ohne Klümpchen im Tetra-Pack) als wichtigste „Lebensmittel“ eingekauft.

    Danach geht es Richtung Campingplatz „Maasvallei“, ein wunderschöner, kleiner Campingplatz, auf dem uns Besitzerin Jenny herzlich willkommen heißt. Rosi & Knut sind bereits dabei, ihren Platz einzurichten. Vorzelt und Hundezaun stehen bereits.

    Wir beeilen uns, unser Vorzelt und Hundezaun aufzubauen, wollen wir doch möglichst schnell mit Rosi & Knut anstoßen. Wir sehen heute auch zum ersten mal Holli, ein Ebenbild von Monti, sieht ihm zum Verwechseln ähnlich, nur etwas kleiner, ist ja ein Mädel.

    Abends geht’s zum „Veerhuis“, direkt neben dem Campingplatz. Keiner hat Lust zu kochen. Es beginnt zu regnen. Wir essen Burger, Pommes und Salat. Lecker und teuer… Auf dem Platz geht es dann mit Bier und Sekt weiter…

    Sonntag, 05.05.2025

    Es regnet bis in die Nacht hinein. Morgens gehen wir nur eine kleine Runde. Die Größere wollen wir mit Susanne und Christa gehen, die mit insgesamt 5 Hunden uns besuchen wollen. Das geplante, gemeinsame Grillen wird auf den Abend verschoben, haben Susanne und Christa doch Kuchen mitgebracht. Nach viel Sekt und Bier fahren unsere Besucher wieder nach Hause. Abends fängt es wieder an zu regnen.

    Montag, 06.05.2024

    Morgens strahlt die Sonne wieder. Nach Frühstück und Gassirunde fahren wir mit den Rädern samt Hundeanhänger nach Gennep und treffen uns dort auf dem Jumboparkplatz mit Rosi & Knut. Leider haben die meisten Geschäfte montags geschlossen. Spart Geld. Aber, Holger sieht ein Armband. Das Geschäft macht Dienstag wieder auf… Wir gehen mit unseren 5 Hunden durch den Ort. Alle drehen sich nach uns um. Wir laufen bis zur Niers, die hier in die Maas mündet und laufen einige Zeit am Ufer entlang.

    Nachmittags gehen wir an der Maas entlang, teilweise durch recht hohes Gras. Ziel ist es, bis zur Mündung der Niers in die Maas zu kommen. Nach einer halben Stunde erreichen wir diese Stelle, die von der linken Maas Seite unerwartet unspektakulär aussieht.

    Dienstag, 07.05.2024

    Ha, das Geschäft, das gestern das Armband im Schaufenster hatte, wird heute aufgesucht und das Armband mitgenommen. Ist zwar kein Schnapper, aber dafür echte Handarbeit aus Amsterdam.

    Nachmittags gehen wir mit Rosi & Knut erneut zur Niersmündung. Die Hunde toben im hohen Gras, als wenn es kein Morgen geben wird.

    Abends gibt es bei Rosi & Knut Geschnetzeltes mit Nudeln, nicht ohne vorher unser Vorzelt trocken eingepackt zu haben.

    Mittwoch, 08.05.2024

    Leider bricht der letzte Tag in Gennep an. Unsere Sachen sind schnell eingepackt, die Fahrräder auf den Träger gepackt. Nach einem Hundespaziergang auf die nahegelegene Wiese, wo die Hunde jeden Tag getobt haben, zahlen wir die Campingplatzgebühren und starten nach… Hameln.

    Vor der eigentlichen Autobahnfahrt machen Petra und Holger einen Zwischenstop an der Gaesdonck, dem Internat an der deutsch-holländischen Grenze, auf dem Holger die Jahre 1973 – 1979 verbracht hat. Erstaunlicherweise haben wie freien Zutritt, zumindest, was die Außenanlagen betrifft. Wir laufen am Juvenat, den Speisesäalen, dem Ort, wo früher Haus Stern mal stand zum See. Petra ist ziemlich begeistert von der Gesamtanlage, hat sie es sich doch irgendwie anders vorgestellt. Vorbei an den Sportanlagen gelangen wir wieder zum Bulli.

    Auf der Gaesdonck gab es, wie sollte es anders auch sein, nicht immer das Essen, was die Schüler sich vorstellen. Also ging man mittags zu Henk, eine Pommesbude in Siebengewald auf der anderen Seite der Grenze. An der damaligen Stelle der Pommesbude gibt es immer noch einen Imbiss. Wir lassen es uns nicht nehmen, dort, in Erinnerung alter Tage, eine Frikandel Spezial mit Pommes und Majo zu essen. Herrlich.

    Die Autobahnfahrt nach Hameln wird ab Oberhausen etwas schwerfälliger, der Reiseverkehr zu Christi Himmelfahrt scheint einzusetzen. Dennoch erreichen wir gegen 17:15 Hameln.

    Der Knaus Campingpark empfängt uns sehr freundlich, alles ist bereits bezahlt. Duschen sind kostenlos.

    Nach kurzem Aufbau nehmen wir die Hunde und gehen an der Weser entlang Richtung Innenstadt. Hier zeigt sich, dass Lissi doch ein Mädchen ist. Das hohe Gras ist ihr zu hoch. Petra erbarmt sich und trägt sie rüber. Nach ca. 20-25 Minuten erreichen wir die Altstadt von Hameln. Alles ganz nett, viele Fachwerkhäuser. Wir sind für morgen eingeladen bei Maike & Carlo in Rinteln und besorgen daher noch 3 verschiedene Öle als Mitbringsel. Aber ein Bier in der ältesten Gaststätte Hamelns bekommen wir nicht. Man sieht uns einfach nicht. Also wieder ab zum Bulli.

    Donnerstag, 09.05.2024 Christi Himmelfahrt

    Morgens erbarmt sich Holger und geht mit den Hunden eine erste Runde. Bis zu der Stelle, an der Lissi tags zuvor das hohe Gras mied. Nur jetzt haben beide Köter (sorry) keinen Bock mehr auf das hohe Gras.

    Zum Nachmittag sind wir bei Maike & Carlo zum Grillen in Rinteln eingeladen. Die Fahrt dorthin ist unspektakulär. Die Beiden wohnen auf’m Berg. Man hat eine tolle Sicht ins Tal, allerdings nur von der anderen Straßenseite. Denn M&C wohnen auf der Bergseite. Dennoch: Total ruhig & idyllisch. Carlo fährt alles auf, was der dortige Supermarkt zu bieten hat. Steaks, Würstchen, Hähnchen, … Das war ein schöner Nachmittag/Abend. Vielen Dank für die Einladung. Gegen frühen Abend fahren wir zurück nach Hameln zum Campingplatz.

    Freitag, 10.05.2024

    Da wir ja abends noch unterwegs waren, mussten eigentlich nur noch die Räder auf den Fahrradträger und die Reise ging mit einer leicht stauigen Fahrt zurück nach Hamburg.

    Das war eine verdammt schöne Woche…

  • Bulli-Tour 20.06. – 21.06.2023 The Who, Waldbühne Berlin

    Dienstag, 20.06.2023

    Vormittags geht`s los. Auf nach Berlin. Auf zu den Who. Auf zum ersten Konzert, dass Holger alleine besucht. Arni kann ja wegen seiner Krankheit leider nicht mit. Im Vorfeld hat Holger in einer Marina an der Havel einen Stellplatz organisiert und steht mit dem Bulli genau zwischen zwei Gebäuden, dem Toilletten- und dem Duschhaus. Perfekt. Kostet zwar EUR 40.-, aber egal. Dafür ist Strom inkl.

    In Berlin angekommen, wird mit dem Radl erstmal die Gegend und die Route zur Waldbühne erkundet. Entfernung etwa 3-4 km.

    Die Waldbühne ist quasi ein Halbrund. Unten ist die Bühne. Oben im Halbkreis eine Verkaufsbude neben der Anderen., bestimmt 20 Stück. Von Würstchen, Pommes, Cocktails, Bier etc. ist alles vertreten.

    Das Konzert beginnt. Die ersten Songs schaue ich mir noch vom gebuchten Sitzplatz an. Kein Zuckerschlecken bei über 30° C in der prallen Sonne. Dann flüchte ich nach oben, in den Schatten, und dorthin, wo es ein kühles Bier gibt. Echt tolle Atmosphäre in der Waldbühne. Echt tolles Konzert. Die Who spielen ihre wichtigsten Lieder. Geht doch.

    Der Rückweg zum Bulli gestaltet sich problemlos. Nachts gewittert es ein wenig.

    Mittwoch, 21.06.2023

    Ausgeschlafen geht die Reise nach dem Frühstück zurück nach Hamburg.

    Fazit: Auch alleine kann man sich ein Konzert ansehen. Die Who allemal…

  • Bulli-Tour 02.06. – 05.06.2023 Bjerregard (Dänemark)

    Zusammen mit Ulli (Ulrike) & Ulfi und ihrem Hund Copper (frisch an der Wolfskralle operiert) wollen wir ein verlängertes Wochenende in Dänemark verbringen. Ulli hat im Vorfeld einen Campingplatz in Bjerregard ausgesucht.

    Freitag, 02.06.2023

    Wir fahren getrennt. Während Ulli bereits am Vormittag startet, kommen wir erst gegen 15:00 los. Und das ist toll, weil Petra eher Feierabend machen kann und wir somit eine Stunde gewonnen haben. Ulfi kommt am Samstag nach, er hat noch ein Spiel mit seinen Fussballmädels.

    Nach ca. 360km erreichen wir das Ziel gegen 19:30. Ulli empfängt uns an der Schranke. Sie hat uns direkt mit angemeldet. Wie praktisch.

    Zum ersten mal kommt das neu bestellte Seitenteil, passend für unsere Thule-Markise, zum Einsatz. An der Markise wird dann noch ein Sonnensegel eingezogen. Die Kombi überzeugt auf ganzer Linie. Vor allem bei schönem Wetter. Spätes Abendessen und einige Killepitsch runden den ersten Abend ab.

    Samstag, 03.06.2023

    Ulli besorgt herrliche Brötchen für unser spätes Frühstück. Eine Flasche Sekt darf nicht fehlen. Trotzdem können wir uns zu einem Strandspaziergang aufraffen. Die Nordseestrände sind einfach klasse, feiner Sand und ein weitläufiger Strand. Die Hunde laufen weitestgehend frei. Es sind kaum Leute am Strand.

    Gegen 19:00 erreicht Ulfi auch unseren Patz, mit reichlich Fleisch, Salat und Antipasti im Gepäck. Schnell bauen wir unseren Skotti auf. Abends sitzen wir unter unserer „Sonnensegellandschaft“ bei Bier und Sekt.

    Sonntag, 04.06.2023

    Ulfi konnte schlafen, obwohl er sein Bettzeug vergessen hat. Dünne Decken mussten herhalten.

    Nach dem erneut späten Frühstück fahren wir nach Ulfborg, knapp 60km nördlich, zum VW-Retro-Museum. Zuerst gehen die Männer rein, die Frauen gehen derweil mit den Hunden eine Runde. Es ist wirklich eine Reise in alten Zeiten. T2-Campingbus, Käfer Cabrio, T70, Harlekin-Polo, Golf GTI, um nur einige wenige zu nennen. Ferner alte Fotoapparate, Frisörsalon, Feuerwehr u.a. ergänzen die Ausstellung. Beim T70 kommen Ulfi und Holger mit dem Besitzer des Museums ins Gespräch. Holger erzählt diesem von Ulfi’s Schatz: einem Plattenspieler für’s Auto. Er will ihn sofort kaufen. Ulfi will sich melden. Kurze Zeit später kommen wir mit der Chefin ins Gespräch, die uns einen Hallenflohmarkt 22km weiter Richtung Norden empfiehlt. Ulfi bekommt große Augen und Ohren… Holger kauft sich ein toll verarbeitetes Blechschild „VW-Service“. Dann bekommen Die Frauen den Staffelstab und sind ebenfalls restlos begeistert.

    Natürlich fahren wir noch zu dem Hallenflohmarkt „Kippru“. Ist aber nicht wirklich toll. Wir kaufen nichts. Dafür aber vor der Halle, bei einem Tagesflohmarkt eine alte Hand-Brotmaschine der Firma EVA. 51DKK (ca. 7 Euro) wechseln hierfür die Besitzerin.

    Wir erfahren, dass Ulfi abends schon wieder zurück nach Hamburg muss, er hat keinen Urlaub am Montag. Schade.

    Der Abend klingt mit Linsensuppe mit Cabanossi und Resten vom Vortag aus. Ferner Mare-Gin-Tonic…

    Montag, 05.06.2023

    Gegen 12 müssen wir offiziell den Platz spätestens verlassen. Frühstück um 8, dann in Ruhe der Abbau. Ulli startet gegen 11, Petra und Holger eine halbe Stunde später. Irgendwo in Deutschland sehen wir kurz Ulli auf der Autobahn, biegen dann aber ab, fahren eine andere Route nach Hamburg und kommen um 16:00 fast zeitgleich an.

    Fazit: Ein toller Campingplatz direkt am Fjord und 1km „entfernt“ vom Meer. Die Sanitärkabinen beinhalten Toilette, Dusche und Waschbecken. Klasse. Und: Kein Tropfen Regen…

  • Bulli-Tour Ostern 07.04. – 15.04.2023 Sylt – Westerland

    Karfreitag, 07.04.2023

    Sylt – wir kommen. Pünktlich um 6:15 starten wir die diesjährige Saison. Ab auf die Insel, ab nach Westerland…

    Der Bulli ist gepackt, Räder sind drauf, Hunde sind drin. Alles da. Ja, Petra natürlich auch… Tatsächlich fahren wir recht früh los, Osterwochenende steht an und wir haben keine Lust, zu spät in Niebüll anzukommen, der blaue Autozug wartet nicht. Die Hunde sind richtig entspannt in ihrem neuen, riesengroßen Fahrradanhänger. Die Fahrt verläuft ruhig, keine Staus, kaum Autos unterwegs. So gehört sich das an einem Karfreitag um diese Uhrzeit. Unterwegs eine kleine Pinkelpause. Wir erreichen Niebüll gegen 8:50, 2 Stunden vor der eigentlichen Uhrzeit. Macht aber nix, wir dürfen kostenfrei einen Zug eher nehmen, also eine Stunde mehr Zeit auf Sylt. Hehe… Unser Bulligewicht kommt auch so grade hin: 2955 kG. Geht doch…

    Einchecken am Campingplatz ist unkompliziert. Aber vorher gehen wir mit den Wauzies noch auf eine Gassirunde gegenüber des Platzes in einem wunderschönen kleinen Tannenwald, die Hunde fühlen sich, so wie wir, direkt „pudelwohl“.

    Zum ersten Mal bauen wir das Vorzelt mit Anbau auf. Das bringt uns so richtig Platz, für die Hunde, aber auch für den Fahrradanhänger.

    Torsten und Sabine wollen auch einen Zug eher nehmen, müssten aber EUR 40.- Aufpreis zahlen. Was ein Wucher. Sie warten dann lieber… Hätten wir auch gemacht.

    Patrizia und Adam, Freunde von Torsten und Sabine, haben natürlich ihre Tochter Marta dabei, ein Jahr alt. Echt süß.

    Die Osteria auf dem Platz hatte leider kurzfristig keinen Platz für uns. Also haben wir dort Pizza bestellt und am Bulli gegessen, dazu ein Bier, danach ein Uerdinger. Geht doch. Der Abend klingt mit viel Alkohol aus. Und, wie es sich gehört kommt die Nachtwächterin gegen 22:15 und ermahnt uns, nicht so laut zu sein. Klasse, wie in alten Zeiten…

    Karsamstag, 08.04.2023

    Geschlafen wurde bis 8:30 (kein Schreibfehler), die Hunde wurde im Wald abgeleint und durften erst mal rumtoben. Auf dem Rückweg holen wir dann Brötchen im Tante-Emma-Laden auf dem Platz. Günstig und lecker.

    Anschließend fahren Petra und ich nach Westerland, stellen unsere Räder am Hotel Miramar ab und schlendern über die Friedrichstr. Es kommen etliche Erinnerungen hoch. Wir stellen fest, so viel toller (wenn überhaupt) als Norderney ist es hier auch nicht, gefällt uns aber natürlich trotzdem. Den Edeka kaufen wir leer, schließlich soll abends gegrillt werden.

    Der MSV Duisburg enttäuscht auf ganzer Linie. Beim 0:5 gegen BVB II machen Torsten und ich den Laptop aus.

    Ostersonntag, 09.04.2023

    Monti beendet die Nacht um 5:30, kotzt erst mal in den Bulli, flüchtet aus dem Vorzelt, bellt durch die Gegend und macht einen Riesenhaufen vor einem der festen Bungalows. Na toll. Die Nacht ist für ihn und Holger gelaufen.

    Morgens ist im Cafe Extrablatt für uns ein Tisch reserviert zum Brunch. Lecker und viel. Freunde und auch die Eltern von Patrizia und Adam sind auch dabei.

    Später brechen Sabine, Petra, Torsten und Holger auf Richtung Hörnum. Petra war, wie so viele Hamburger Schulkinder, in der 5./6. Klasse in Puan Klent, ein Hamburger Jugenderholungsheim zwischen Rantum und Hörnum. Tatsächlich finden wir dieses und Petra erkennt es auch wieder. Erinnerungen kommen hoch. Die Fahrt weiter nach Hörnum ist unspektakulär. Nachdem wir am Strand die Hunde loslassen und direkt angepfiffen werden, starten wir die Rückfahrt. Genau bis zu einem kleinen Restaurant/Bar am Strand und lassen es uns dort schmecken. Die restliche Rückfahrt ist nichts für Vegatarier, da wir gefühlt durch einen Fliegenschwarm nach dem anderen hindurchfahren. Widerlich. Aber der neue Hundeanhänger bewährt sich, lässt sich klasse ziehen.

    Ostermontag, 10.04.2023

    Nach Gassirunde, Frühstück und reichlich Kaffee fahren wir los Richtung Kampen, nicht ohne in Wenningstedt am Hundestrand die Hunde toben zu lassen. In Kampen angekommen fahren wir zur „Kupferkanne“, dort, wo Holger schon Anfang der 80er Jahre gerne mal ein Bierchen genommen hat. Uns wird ein lauschiger Platz im Garten zugewiesen, das Bier schmeckt. Petra nimmt zur Erinnerung ihr Glas mit…

    Abends grillen wir mit Sabine und Torsten, in aller Ruhe. Und dann kommt der Regen und mit ihm der starke Wind. In einer konzertierten Aktion mussten wir Torstens Pavillon abbauen, damit dieser nicht fliegen geht. Wir machen unser Vorzelt noch sturmsicherer und setzen uns dann mit Bier und Uerdinger dorthin. Später kommt noch Adam mit ner Pulle Bommerlunder vorbei. Das Vorzelt hat gehalten. Die Nacht war stürmisch und somit etwas unruhig.

    Dienstag, 11.04.2023

    Nach dem Strandbesuch, bei dem Lissi & Monti mal wierder so richtig toben können, fahren wir mit dem Rad nach Westerland, parken am Hotel Miramar und schlendern die Friedrichstrasse runter.

    Die Hunde verhalten sich vorbildlich, kein anderer Hund wird lautstark niedergemacht. Holger bekommt bei H.B.Jensen eine hellblaue Fliesjacke, Petra traut sich nicht an die orange Mütze heran. Sabine und Torsten melden sich. Sie sind zu Fuß am Strand nach Westerland gelaufen. Zeit für einen Cappuccino im Cafe Extrablatt, den Torsten ausgibt.

    Bei Pet Shop Boyz erhalten Lissi & Monti ein neues Geschirr. Für die Hundeleinen dort können wir uns nicht entscheiden.

    Abends gehen wir in Reiners Osteria am Platz und lassen es und gut gehen. Lasagne und eine vegetarische Pizza in Verbindung mit einem Bier und Bionade schmecken gut, auch, wenn die  Lasagne schon etwas schärfer hätte sein dürfen.

    Danach das übliche Bierchen / Schnäpschen in unserem Vorzelt. 22:30 ist Zapfenstreich.

    Nachts kommt wieder Wind auf und wir entschließen uns, das Hochdach wieder einzufahren.

    Mittwoch, 12.04.2023

    Eine erste Runde durchs Wäldchen muss den Hunden erst mal genügen. Gegen 12:00 geht’s dann in die Osteria, wo Marta’s 1. Geburtstag gefeiert wird. Es gibt leckeren Erdbeerkuchen, Kaffee, ein/zwei Bierchen…

    Der restliche Tag ist mehr oder weniger verregnet.

    Donnerstag, 13.04.2023

    Heute gestaltet sich das Wetter deutlich besser als vorhergesagt. Natürlich fahren wir nach Westerland, gehen bummeln. Und das Geschirr von Lissi umtauschen, ist doch eine Nummer zu groß.

    Abends gehen wir in der Osteria auf dem Platz mit Sabine, Torsten, Patrizia, Adam, Marta, Sina und Uwe essen. Petras Pizza ist ok, meine Lasagne grundsätzlich auch, aber etwas langweilig gewürzt.

    Freitag, 14.04.2023

    Wir fahren knapp 10 km mit dem Radl zur Sansibar zwischen Rantum und Hörnum. Was ein Ameisenhaufen! Kreischende Kinder auf dem Spielplatz, Eltern, die anstehen, um einen Sitzplatz zu bekommen, die Stege zum Meer werden als Sitzplatz missbraucht. Gefühlt hat dort jeder einen Aperol Spritz in der Hand. Sehen und gesehen werden. Halt typisch Sylt. Wir aber gehen dort am Strand spazieren. Sensationell. Weitläufig und ohne die kreischenden Kinder.

    Wieder zurück am Platz bauen wir ab und verstauen Schränke, Stühle und das Vorzelt auf den Vordersitzen.

    Abends geht’s nochmal nach Westerland. Döner essen. Der war nicht schlecht, aber auch nicht spektakulär. Danach einen Uerdinger in Torstens Bulli auf den 100. Geburtstag seines Vaters.

    Samstag, 15.04.2023

    Gegen 9:00 verlassen wir den Platz, um kurz danach am blauen Autozug in der Schlange zu stehen. Diesmal werden wir nicht gewogen… Pünktlich geht’s los gegen 10:15.

    Sabine und Torsten haben Pech. Sie wollen eigentlich 1 Stunde nach uns fahren, allerdings ist deren Lok defekt. Bis eine neue Lok ranrauscht, haben Sie eine Verspätung von 1 Stunde.

    Unsere Rückfahrt führt uns in Itzehoe vorbei. Beim Antikhandel Vehrs ergattern wir ein Bücherregal zum „Schnapperpreis“, wie immer dort wird es teuer. Macht nix. Schönes Regal.

    Gegen 16:00 endet unser Sylttrip unter unserem Carport.

    Fazit: Eine trotz des kühlen Wetters schöne Woche geht zu Ende. Wir haben Sylt nicht als sooo spektakulär empfunden, wie wir gedacht haben. Egal, vielleicht kommen wir wieder…

  • Bulli-Tour 01.10. – 03.10.2022 Steller See

    Die wohl letzte Tour des Eröffnungsjahres geht mit Sabine und Torsten an den Steller See in Stuhr bei Bremen. Die Wetteraussichten sind hundsmiserabel. Die Schnapsvorräte aber vollständig.

    Samstag, 01.10.2022

    Um, wie geplant, gegen 11:00 am Steller See zu sein, starten wir um 8:00 zum Öjendorfer See, damit erstmal die Hunde auf ihre Kosten kommen. Im strömenden Regen habe die deutlich mehr Spaß als wir. Gegen 8:50 geht es vom Öjendorfer See auf die vergleichsweise kurze Fahrt von 140 km. Während Sabine und Torsten sowas um die 260 km zu fahren haben.

    Während der Fahrt bleibt uns der Regen treu. Aber, angekommen am Steller See, hört es auf. Da Sabine und Torsten noch ca. 1 Stunde brauchen (standen im Stau) gehen wir noch mal mit den Hunden die Gegend erkunden, melden uns aber dann doch an der Rezeption an. Auf unserem Platz stehen noch zwei Holländer mit ihren Motorrädern und haben die Ruhe weg beim Einpacken. Egal, wir haben ja Urlaub. Als dann Sabine und Torsten da sind, kommt sogar noch die Sonne raus. Läuft.

    Wir überlegen kurz, wie wir aufbauen und kurze Zeit später steht alles, nicht, ohne das Prozedere mit Sekt und Aperol zu unterstützen. Und siehe da, die Markise zickt diesmal nicht herum. Die Beifahrertüre lässt sich ohne Probleme öffnen.

    Gegen 13:45 werfen wir den Rechner an und schauen uns die Vorberichte zum MSV-Spiel gegen Halle an. Während des Spiels, die Frauen sitzen in der Sonne, erinnern Torsten und Holger sich mit dem ein oder anderen Uerdinger an ihre Väter. Der MSV gewinnt 1:0. Läuft schon wieder…

    Abends grillen wir Entrecote, was Torsten von einem seiner Kunden besorgt hat, dazu gibt’s es Brot mit Aioli und Kartoffelsalat, der seinen Namen auch verdient hat.  Superlecker. Der Abend geht mit Uerdinger, Ouzo, usw. langsam, aber sicher zu Ende.

    Sonntag, 02.10.2022

    Die Nacht war regnerisch. Nach dem Frühstück und einer Dusche „leinen“ wir unseren Bulli los und fahren auf Erkundungsfahrt nach Bremen. Natürlich bekommen wir einen kostenlosen Parkplatz nahe der City, und das, wie wir dann feststellen, obwohl ein Marathon durch Bremen stattfindet. Man muss ja mal auch Glück haben. Ebenso das Wetter, es ist sonnig, ca. 16-17 Grad. Perfekt.

    Wir sehen die Bremer Stadtmusikanten, einige Läufer auf ihren letzten Metern bis zum Ziel und finden einen Weg durch die Böttchergasse runter zur Weser. Bei „Feldmann“ stärken wir uns mit Kleinigkeiten, Radler, Cola, … Auf dem Rückweg holt Holger für die Anderen in der Böttchergasse bei der Bonbon-Manufaktur Lakritz, Rote Grütze und einen Mix.

    Das Rathaus, der Marktplatz davor und auch die angrenzenden Häuser sind wirklich imposant. Scheinen im Krieg nicht beschädigt worden zu sein.

    Abends, wieder zurück auf dem Campingplatz, gehen wir, nach einem kurzen Hasenschlaf, bei Wessels, einem Restaurant am Platz, essen. Hirtenkäse, Penne, Schnitzel und Bifteki schmecken außerordentlich gut, die Hausmarille von Prinz ebenso…

    Ouzo und andere Köstlichkeiten runden den Abend im Pavillon ab.

    Montag, 03.10.2022

    „Happy Birthday to you, happy birthday to you…”. Torsten wird 54, der alte Sack. Wir frühstücken gemeinsam im Pavillon. Torsten erhält von uns Prilblumen für den Bulli, Sabine freut sich darüber genauso wir Torsten.

    Danach bauen wir ab, gehen nochmals kurz mit den Wauzis auf eine Gassirunde und starten dann den Heimweg nach Duisburg bzw. Hamburg.

    Fazit: Was ein schönes Wochenende…

  • Bulli-Tour 19.09. – 25.09.2022 Renesse

    Unsere zweite Tour nach Renesse, nachdem wir uns im letzten Jahr einen Camper geliehen hatten (deshalb ist diese Tour auch nicht beschrieben).

    Wir freuen uns riesig. Wir werden, wie im letzten Jahr, etliche andere Perros, aber auch Rosi & Knut, Nicole & Olaf sowie Nicole & Alex wiedersehen. Für die Hunde eine fast komplette Familienzusammenführung.

    Montag, 19.09.2022

    Wir planen die Abfahrt für 7:00 morgens und schaffen es tatsächlich gegen 7:30 loszukommen. Erster Stop, wie schon auf der Tour nach Mardorf, ist der Öjendorfer See, zum Hunde austoben. Dort geht’s dann gegen 8:45 weiter.

    Die Fahrt ist unspektakulär. Eine Pause bei Rheine mit anschließendem Tanken. Gegen 14:45 erreichen wir den Campingplatz „Zonnedorp“ in Renesse. Der stressige Teil beginnt jetzt. Alle sind hilfsbereit, meinen es nur gut, aber: Bau das Zelt doch so auf, oder vielleicht so, „ich würde es über die Kederleiste aufbauen… Was ein Stress. Man fährt stundenlang und dann dieses Tohuwabohu. Egal, irgendwann steht das Zelt, alles ist gut.

    Abends gibt es Linsensuppe, von Petra mit Kartoffeln und anderen Zutaten ordentlich gepimpt.

    Dienstag, 20.09.2022

    Olaf bringt uns Brötchen mit. Herrlich, dieser Service. Vorher geht’s aber nochmal eine kleine Tour mit den Hunden durchs Wäldchen gegenüber vom Campingplatz, bevor es mit Alf und Alex zum Jumbo geht, Muscheln und andere lebenswichtige Dinge besorgen (z.B. Bier, Cookies, Käse, …)

    Mittags mit allen Menschen und Hunden ab zum Strand, inkl. Gruppenfoto. Wir sind natürlich (mal wieder) der Hingucker. Kein Wunder bei min. 15 Hunden…

    Zurück auf dem Platz gibt’s ein, zwei Bierchen. Dann wird gekocht. Wir sind heute bei Susanne und Alf (Eckhardt) eingeladen: Muschelessen. Sooo lecker. Leider mag Petra diese nicht, aber es ist ja noch Linsensuppe von gestern übrig… Ne halbe Flasche Rum (den haben wir mitgebracht) und leckerer Wein von Alf runden den Abend perfekt ab.

    Mittwoch, 21.09.2022

    Nach dem Frühstück geht’s gegen 11:00 nach Renesse, wieder mit etlichen Hunden. Markttag. Es gibt Kibbeling für Petra, Frikandel und Pommes Spezial für Holger. Für den Rückweg haben wir uns den Strand ausgesucht. Herrlich. Nach 4 Stunden erreichen wir ausgelaugt wieder den Campingplatz. Petra und Chris (Sohnemann von Nicole und Olaf) fahren noch nach Scharendijke, um Grillzeug etc. zu besorgen. Denn abends wird an einer langen Rittertafel gegrillt. Ne halbe Flasche Rum und eine Flasche Ouzo bringen uns schnell aufs gewohnte Level.

    Donnerstag, 22.09.2022

    Morgens nach dem Frühstück gehen Petra und Holger mit Lissi und Monti an den Strand und laufen Richtung Ellemeet, die ganze Bucht entlang. Einwandfrei. Kaum jemand am Strand, herrliches Wetter, einfach toll. Die Hunde toben, als wenn es keinen Morgen gibt.

    Nach gut 2 Stunden sind wir wieder am Bulli. Petra bereitet einen Hacktopf vor, Holger schreibt den Reisebericht.

    Abends wird wieder gegrillt, wir werden mit dem Hacktopf ebenbürtig vertreten sein.

    Freitag, 23.09.2022

    Nach dem, wie immer, ausgiebigen ersten Frühstück, geht’s über den Strand nach Renesse, nicht, ohne vorher Britta zu schreiben, dass wir zu Paules erstem Todestag an sie denken.

    Wichtigste Dinge werden im Jumbo eingekauft: Double Vla (Schoko- und Vanillepudding in einem Tetrapack) und Würstchen.

    Der Mittagsschlaf tut gut. Und abends geht es zum „Our Seaside“, ein Fischrestaurant am Stand, bekannt aus Funk und Fernsehen (z.B. WDR-Reihe „Wunderschön“). Wir sitzen dort mit 11 Personen und Blick auf’s Meer. Der Chef kommt zwischendurch an unseren Tisch und hält Smalltalk, wir fühlen uns so richtig wohl. Zurück geht’s im strömenden Regen. Wir sind alle pitschnass und freuen uns nur noch auf’s Bett.

    Samstag, 24.09.2022

    Für den morgendlichen Auslauf der Hunde geht’s an den Strand. Walter erhält ein paar Fotos von den Hunden und Renesse-Strand bevor wir mit ihm zu seinem Geburtstag telefonieren. Wieder zurück am Platz freuen wir uns über das 2. Frühstück mit Rührei und Sekt. Direkt danach kommt Rosi vorbei und schnibbelt wieder an der armen Lissi herum. Monti erhält eine Ohrmaniküre… Und dann ab zu Rosi und Knut Sekt und Bier trinken. Nach dem Einpacken erster Dinge geht es zurück zur Bar…

    Später bauen wir das Vorzelt ab. Zum Glück ist es komplett abgetrocknet. Und wir fahren zum ersten Mal die Markise aus und sichern sie mit Alf’s Bändern. Doch, oh Schreck, die Markisenarme sind, warum auch immer, nicht hoch genug. Die Beifahrertüre schrappt daran beim Öffnen. Warum? Keine Ahnung…

    Sonntag, 25.09.2022

    Leider geht eine schöne Woche zu Ende. Wir hatten schönes Wetter, aber auch Regen, diesen aber nicht konstant. Immer wieder konnten wir mit den Hunden raus, ohne nass zu werden.

    Nach dem Einpacken der restlichen Dinge starten wir gegen 11:00 Richtung Hamburg. In Rheine-Nord (Abfahrt 7) verlassen wir die Autobahn, um genau dort, wo wir auf der Hintour spazieren waren, auch diesmal mit Lissi & Monti Gassi zu gehen. Bevor es wieder auf die Autobahn geht, stärken wir uns noch bei MacDonalds.

    Gegen 18:30 drücken wir den obersten Knopf unserer Fernbedienung. Das Tor öffnet sich nach knapp 600 km…

  • Bulli-Tour 20.08. – 29.08.2022 Nordsee

    Naja, eigentlich soll es ja zum Gardasee gehen. Aber nach TV- und Cousin-Torsten-Berichten, soll ziemlich wenig Wasser im Gardasee sein. Man spricht von einem um 1 Meter niedrigeren Wasserspiegel als normal. Was sollen wir dann am Gardasee? Getrennt in den Pool gehen? Und Lissi und Monti haben keine Möglichkeit, ins Wasser zu gehen? Also verzichten wir auf die Anzahlung bei EuropaSilvella. Gefunden haben wir Campingplätze an der Nordsee und auf Norderney. Ob es das alte Apartment von Bojunga auf der Schulzenstr. noch gibt, da, wo Holger mit seinen Eltern früher Urlaub machte?

    Samstag, 20.08.2022

    Morgens geht’s mit Petra, Holger und Max (Sohnemann von Holger) erstmal nach Herbergen. Barbara hat zum Sommerfest eingeladen. Dies soll gegen 15:00 unser Startpunkt nach Dornum werden. Es wird 16:15 als Petra & Holger die Feier verlassen, nicht ohne vorher allen Interessenten den Bulli ausführlich gezeigt zu haben. Besonders Sabine & Torsten sind hellauf begeistert.

    Die Fahrt nach Dornumersiel verläuft stressfrei. Irgendwo zwischendrin kommen wir so eben noch um die Vollsperrung herum. Die ist eigentlich erst für 30 Minuten später geplant.

    Am Campingplatz angekommen, werden wir in der Rezeption klasse empfangen: Ein Willommensumschlag ist bereits vorbereitet, es folgt eine kurze Einweisung und ab geht es auf den Standplatz, direkt neben dem Hundeauslauf. Wir bauen auf und ziehen nur unser selbstgeschneidertes Sonnensegel ein.

    Gegessen wird nicht mehr viel. Nach dem obligatorischen Spaziergang am Strand mit herrlichem Sonnenuntergang über Norderney gibt es noch restliche Schnittchen, ein Glas Wein und Ouzo und dann ab ins Bett.

    Sonntag, 21.08.2022

    Wach werden wir gegen 7:30. Die Nacht war etwas unruhig, aber soweit ok. Erstmal mit den Fellnasen zum Nachbarn, dem Hundeauslauf. Somit sind die größten Sorgen erstmal beseitigt. Frischer Kaffee und von Petra geholte frische Brötchen schließen sich an.

    Nach kurzer Abstimmung beschließen wir, nach Bensersiel zu fahren, dorthin, wo Fabers, zumindest früher, immer in den Urlaub gefahren sind. Entfernung etwa 8km, eine ideale Entfernung, um zu testen, wie Monti das Fahren im Anhänger verträgt und mitmacht. Alles prima gelaufen.

    In Bensersiel, einem Hunde unfreundlichen Revier (kein Hundestrand), ist alles auf Tourismus ausgelegt, hehe, also auf uns. Den Ortskern hat man sich in 30 Minuten komplett angesehen. Punkt 11:30 öffnet „Waterkant“, dort gibt es ein kaltes Jever für uns. Die Rückfahrt können wir interessanter gestalten, weil wir uns jetzt trauen, direkt am Wattenmeer, also hinter dem Deich zu radeln. Eigentlich für Hunde nicht erlaubt, aber die sind ja im Anhänger. Im gesamten Nationalpark Wattenmeer dürfen die Hunde nicht frei laufen und nur in bestimmten Bereichen nur an der Leine.

    Mittags wieder am Bulli gewinnt der MSV in Meppen 3:0, der Tag ist gerettet. Mitbekommen hat Holger vom Spiel allerdings wenig: kein Internet am Zeltplatz über O2. Drecksverein… Torsten hält ihn per SMS informiert.

    Nach Nudeln mit Speck und Ei für Petra & Holger bekommen die Hunde ihre Ration, bevor es am Strand vorbei in einem Restaurant noch Mai Tais gibt.

    Der DVB-T2 Empfang lässt mit dem neuen Fernseher, bzw. der Antenne, noch zu wünschen übrig. Petra, Lissi & Monti gehen schon mal ins Bett (20:30), Holger schreibt die Tagesgeschehnisse auf.

    Montag, 22.08.2022

    Nach dem Frühstück nehmen wir die geplante Route nach Neßmersiel in Angriff. Neßmersiel selbst ist ein Nest, nix los. Am Hafen ist zumindest ein Hundestrand (Leinenpflicht) und ein ganz nett gemachter Agility-Platz mit angrenzender Hundewiese, wo die Hunde frei laufen können. Wenigstens etwas. So fällt es uns aber nicht schwer und ohne Wehmut, zurück nach Dornumersiel zu fahren. Sind ja auch nur ca. 9-10 km.

    Auf unserem Campingplatz wieder angekommen gibt’s natürlich ein zweites Frühstück, und natürlich mit einer Flasche Sekt dabei. Alles mundet und wir planen bereits den Hasenschlaf (fällt ja auch nicht schwer nach einer Fahrradtour und der Pulle Sekt), aber es kommt anders.

    Just in dem Moment, so gegen 13:00, kommt ein Sheriff vom Campingplatz zu uns und stellt die einfache Frage, warum wir noch da seien. Wir hätten doch gegen 11:00 den Platz verlassen müssen und die Nachfolger für unseren Platz stünden bereits bereit. Oh Gott, wir haben die Abfahrt verpasst. Somit auch die Fähre nach Norderney und auch den gebuchten Campingplatz? Was’n Scheiss. Klasse Holger, toll gemacht. Wir räumen ein, in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Jeder weiß, was zu tun ist. Es geht ruhig und geordnet zu. Puls 250. Gegen 14:00 macht die Rezeption auf, Holger steht aber schon um 13:45 für die Abmeldung dort. Man berechnet uns direkt mal einen Tag extra. Klasse.

    So, ab nach Norddeich Mole, mal sehen was dort zu retten ist. Der Campingplatz auf Norderney erwartet uns bis um 18:00. Ob wir noch eine Fähre erwischen? Ob noch irgendwo ein Platz für unseren bescheidenen Kleinbus ist? Gegen 14:45 erreichen wir Norddeich. Der freundliche Herr am Schalter ist völlig entspannt. Er erlebt wohl tausend mal am Tag, dass die Fähre verpasst wird und sagt nur gelassen:“ Dann nehmen Sie halt die nächste.“ Ok, machen wir. Nur wenige Sekunden später stehen wir in der Spur zur nächsten Fähre. Sie geht in wenigen Minuten um 15:00. Hapuuh. Gut gegangen. Die Fährfahrt verläuft entspannt, ne Dose Alster darf nicht fehlen. Gegen 16:00 fahren wir auf die Insel.

    Auf der Fahrt zum Campingplatz „Eiland“ erkennt Holger nix mehr wieder, wie denn auch, so weit raus hat es ihn mit seinen Eltern nie verschlagen. Außerdem war er seit Jahrzehnten nicht mehr auf Norderney. Wir parken an der Strasse vor dem Campingplatz. Petra steigt aus dem Wagen und „stürzt“ in den angrenzenden Graben. Fuck, aber nix passiert.

    Wir erhalten einen nicht zu großen, aber ausreichenden Platz für unseren Bulli nebst Vorzelt und bauen auf. Der Platz ist einfach, aber liebenswert. Wir fühlen uns sofort wohl. Der Tag scheint doch noch eine wunderbare Wendung zu nehmen.

    Ab zum Strand. Ein Schild verheißt „5-8 Minuten zum Strand“. Na bitte, geht doch. Hunde schnappen und los. Wir erkennen, dass das Schild Schreibfehler enthält. Vor den Zahlen fehlt jeweils eine 2. Wir laufen durch die Dünen, der Weg ist sehr unterschiedlich, mal sandig, mal gepflastert, mal bewachsen. Nach der letzten Kuppe sehen wir das Meer. Davor ein hunderte Meter tiefer Strand, ein Düne mittendrin. Wir sind total geflasht. Atembraubend. Captain Kirk würde sagen: „Unendliche Weiten“. Anders kann man es nicht ausdrücken.

    So sehen nur die wenigsten Urlauber die Insel. Wir gehören dazu. Am Wasser angekommen, kommen die Hunde und die Menschen voll auf ihre Kosten. Der riesige Strand ist diesen Abend komplett menschenleer, die Hunde laufen ohne Leine und toben im Wasser.

    Abends gibt es Nudeln mit Speck und Ei. Lecker, aber so ziemlich das unspektakulärste des Tages.

    Ein aufregender Tag geht zu Ende.

    Dienstag, 23.08.2022

    Nach dem Frühstück natürlich direkt wieder zum Strand. Alles gehen ins Wasser. Herrlich. Lissi und Monti schwimmen Petra hinterher und müssen gestoppt werden. Wir geniessen den Strand, das Wasser, einfach alles. Es ist so weitläufig, dass platzmäßig jeder seinen eigenen Fußballplatz zur Verfügung hat. Mindestens. Bevor wir losfahren, die Innenstadt zu erkunden gibt es allerdings noch eine kalte Coke in der Bar des Campingplatzes. Wir sind halb verdurstet. Wir haben übrigens eine braue Perrohündin direkt aus Spanien als Platznachbarin.  Conny läuft entspannt an langer Schleppleine über den Platz.  Lissi will nichts mit ihr zu tun haben, das macht sie lautstark klar.

    Wir benötigen ca. 30 Minuten mit den Rädern zum Hafen. Den dortigen Edeka stürmen wir für Wasser, Weintrauben und Kekse. Jetzt geht’s wieder besser. Wir fahren in den Ort, Holger erkennt erste Gebäude wieder und wir finden auch recht schnell die Herberge, wo Holger auf der Schulzenstr. mit seinen Eltern immer untergekommen ist. Von dort geht’s vorbei an den ehemaligen Tennisplätzen, am ehemaligen Kiosk, wo sich Holger mittags oft Milchreis mit Früchten geholt hat, zum Nordstrand. „Café Cornelius“ ist von weitem zu erkennen.

    Zur Abkühlung der Hunde geht es direkt neben dem Nordstrand ans und ins Wasser, keinen stört es, keine Schilder zu sehen. Die Hunde genießen es und immer wieder sehen wir auch vereinzelt andere frei laufende Hunde.

    Über die Promende erreichen wir die Innenstadt und „parken“ am Bismarckdenkmal. Echt was los in der City. Ein Weizen und ein Alster dürfen natürlich nicht fehlen.

    Die Rückfahrt geht über den Penny, Petra besorgt Steaks und Alster und Wein und Sekt… Das wird ein Schmaus.

    Mittwoch, 24.08 .2022

    Nach dem obligatorischen Besuch des weitläufigen Strandes geht’s, ach was, in die City. Wir müssen ja noch die Gästekarten (früher hießen die Zettel Kurkarten) bezahlen. Holger nimmt auf dem Weg dorthin eine Kurve zu eng und schnell. Das Fahrradhänger mit Lissi und Monti an Bord kippt um. Petra legt sich aus Mitgefühl beim Absteigen auch hin. Gottlob passiert den Dreien nix schlimmes. Alle sind aber erschrocken.

    Nach dem Schrecken am Hafen vorbei zum Nordstrand, die Hunde abkühlen. Sandburgen dürfen wohl am Nordstrand nicht mehr gebaut werden. Eine Welt bricht zusammen. Und dann ab zum „Café Cornelius“. Heißt tatsächlich immer noch so, ist moderner geworden. Früher war es mondän. Ein leckeres Bit und ein Alster müssen sein. Klein Monti kläfft jeden vorbeikommende Hund lautstark an und unser Bier war in Gefahr.  Dieser kecke Kerl, da müssen wir am Ball bleiben.

    Als Route in die Stadt nehmen wir heute mal den Weg über die Straßen und landen in der Nähe des Kurparkes, wo wir dann auch die Gästekarten bezahlen. EUR 3.-/Tag und Person. Naja, wenn dadurch die Insel, so wie sie jetzt ist,  erhalten bleibt, ist’s ok.

    Am späten Nachmittag gibt’s die Reste vom Vortag, ja, etwas Fleisch haben wir wirklich noch über. Die Abrechnung über EUR 99.- für 3 Übernachtungen samt der Hunde und Strom bei kostenlosem Duschen freut uns.

    Danach bauen wir das Vorzelt ab und ziehen das Sonnensegel ein. So wie immer. Abends geht*s dann nochmal zum Strand.

    Donnerstag, 25.08.2022

    Wie schon mal passiert, ist ein Hering des Sonnensegels nachts fliegen gegangen. Die dazugehörige Stange lag fein säuberlich auf dem Tisch. Warum auch immer. Flugs wieder aufgestellt geht‘s mit Kaffee im Thermobecher und den Fellnasen ab an den Strand. Dieses mal gehen wir nicht bis zum Wasser, die Hunde sollen nicht nass werden vor der Fahrt nach Schillig.

    Wir bauen das Sonnensegel ab, verstauen restliche Dinge im Kofferraum, packen die Räder drauf und frühstücken in der Schiebetür sitzend. Wir haben so viel Zeit, dass wir (so drückte Petra sich aus) „die mühsam auf die Insel gebrachten Waren“ einkaufen und wieder von der Insel befördern. Heißt: Wir gehen bei Penny fett einkaufen und haben somit für den Start in Schillig bereits alles Wesentliche an Bord. Apropos Bord: Mit uns an Bord geht es um 10:50 Uhr wieder Richtung Festland.

    Die Rückfahrt, besser Weiterfahrt, verläuft über Landstraßen an der Küste Richtung Schillig. Auch durch Dornumersiel und Bensersiel kommen wir wieder. Erster Hunger macht sich breit. Petra möchte aber nicht in Bensersiel was essen, sondern was Neues sehen und außerdem diesen hundeunfreundlichen Ort nicht unterstützen. Und das ist gut so.

    Wir steuern Carolinensiel an, ein wunderschöner kleiner Ort, der uns an die verwunschenen kleinen Orte (z.B. Lemmer) am Ijsselmeer erinnert, die wir auf einer Bootstour mit Regina und Bernd 2017 erleben durften. Eine leckere Pommes und Currywurst runden den Aufenthalt in Carolinensiel ab. Fast. Petra erwirbt noch einen weiß-blauen Leuchtturm, den Holger so klasse findet. Während Holger sich bereits überlegt, wie er ihn beleuchtet, erkennt Petra sofort, dass oben ein Teelicht reingehört. Typisch.

    Die restlichen 16 Kilometer nach Schillig sind schnell erledigt. In der Rezeption geht es ebenfalls zügig voran und wir beziehen Platz 1-1-11. Natürlich. Welchen denn sonst?

    Wir bauen auf. Es geht immer schneller, wir haben die Schleuse direkt am Vorzelt belassen. 1,5 Stunden für Vorzelt, Schränke usw. sind echt schnell. Und schwups haben wir uns einen Gin Tonic bzw. Wein verdient. Petra hat das Gewinde am Kocherschrank überdreht, neue Lösung in Hamburg überlegen.

    Danach ab ans Wasser. Es ist nicht da. Es ist weg. Egal. Wir trauen uns ins Watt. Es ist herrlich zu laufen. Die Hunde flippen aus und sehen, so wie wir auch, bereits nach kurzer Zeit aus wie Sau. Tatsächlich laufen wir gefühlt 1 Kilometer Richtung Wangerooge. Übrigens: Wer hat schon mal ins Watt gepinkelt? Wunderschöner Spaziergang.

    Mittlerweile ist das bei Penny Norderney gekaufte Bier kalt und schmeckt herrlich, so wie der Wein auch. Die vor 2 Tagen bereits abgegrillten Nackensteaks sind jetzt fällig, zusammen mit den alten Kartoffeln und Möhren. Ja, eine Wattwanderung macht durstig und hungrig.

    Freitag, 26.08.2022

    Wir waren abends früh im Bett, somit ist Holger früh wach und dreht erstmal mit Monti ne Runde über den Platz und den Hundeauslauf, während Lissi sich mal wieder auf dem Bett breitgemacht hat.

    Wir fahren mit den Rädern los. Erst nach Schillig. 3 Geschäfte. Restaurant Neptun und eine Pizzeria. Nix los in dem Nest. Also weiter nach Horumersiel. Zumindest gibt es hier mehr Restaurants als Geschäfte. Macht nix. Sind ja nicht zum Schoppen hierhergekommen. Aber ein Edeka hat sich hierher verirrt. Immerhin.

    Mittags am Wasser. Es war da. Hurra. Die Hunde dürfen an der Leine ins Wasser. Natürlich nur am Hundestrand. Wir laufen den Hundestrand entlang, weg von der Zivilisation. Dort, wo die Menschen ihre Hunde ableinen. Machen wir auch. Viel schöner für die Bestien.

    Nach einem Schönheitsschlaf (ja, mit einer Pulle Sekt vorher) haben wir Hunger auf ne Pizza. Wir fahren nach Schillig und probieren die ortsansässige Pizzeria. Echt lecker. Und nicht teuer.

    Abends hat Petra keine Chance beim Kniffel. Hehe…

    Samstag, 27.08.2022

    In der Nacht kotzt Monti zweimal. Warum auch immer. Sein Frühstück schlingt er aber trotzdem wie immer.

    Ansonsten verbringen wir einen ruhigen Tag. Die Wauzis toben mittags im Wasser, wobei wir sie nicht anleinen.

    Abends zaubert Petra aus einer Standard-Linsensuppe einen Gaumenschmaus, Ingwer, Knofi, Kartoffeln und Möhren helfen dabei.

    Wir überlegen und beschliessen, morgen nach Cismar zu fahren. Wir bzw. Lissi & Monti haben es so gut an der Ostsee, dass wir die Strände geniessen wollen, ohne Leine und endlos für die Hunde.

    Abends Revanche beim Kniffeln für Petra und die wird genutzt, Holger verliert zweimal haushoch, hihi.

    Sonntag, 28.08.2022

    Wie so oft nach dem Frühstück fahren wir mit den Rädern ans Meer, die Hunde toben sich aus. Da wir bereits erste Dinge eingepackt haben, muss später eigentlich nur noch das Vorzelt eingetütet werden Wir lassen diesmal nicht nur die Schleuse dran, sondern auch die Seitenteile. Das passt. Mal sehen, wie gut, oder auch nicht, wir beim nächsten Einfädeln mit dem Gewicht klarkommen. Renesse, wir kommen…

    Gegen 13:45 verlassen wir den Platz Richtung Cismar, genauer gesagt Richtung Neustadt, da wir beim Inder am Strand uns eine Pizza holen wollen. Die Fahrt verläuft ruhig, vor den Toren Hamburgs geht es etwas zähfließender zu, nix Dramatisches. In Neustadt parken wir hinter der Schön-Klinik, direkt am Hundestrand. Glück gehabt, dass wir noch einen Parkplatz erwischt haben. Die Hunde toben im Wasser, bis wir zum Inder gehen und uns unser Abendessen holen. Das schmeckt in unserer Wohnung hervorragend, natürlich mit Wein und Bier dabei. Später genießen wir den Tatort, ohne auch nur ansatzweise Störungen beim Empfang zu haben…

    Montag, 29.08.2022 – Mittwoch, 31.08.2022

    Die Zeit in Cismar war wie immer gewohnt klasse, nur, dass wir die Freiheiten mit den Hunden an den Stränden genossen haben, wie selten zuvor…